„Ein Mitbürger aus Xanthi beschwert sich
In der Ausgabe vom 24.11.2003 der Zeitung „Hronos“ wurde ein Artikel darüber, dass die Bearbeitung des Verkaufs einer Immobilie von einem Christen in Xanthi an ein Mitglied der Minderheit nicht in einer vernünftigen Zeit stattfand und der Vorschlag einer Fragestellung an das griechische Parlament von Galip Galip, dem Abgeordneten von Rodop Pasok, bezüglich dieser Sache, veröffentlicht. In dem genannten Artikel wurde der Sachverhalt wie folgt dargestellt:
„Ein Mitbürger aus Xanthi beschwert sich auf eine nicht akzeptierbare Weise. Dieser Mitbürger hat sogar Unterstützung vom Rodop Abgeordneten Galip Galip bekommen.
Der in der Skra Straße 25 im alten Viertel von Xanthi wohnende Konstaninos Papadopoulos beschwert sich in einem unmöglichen Brief an den Landwirtschaftsminister darüber, dass man ihn daran hinderte, seine Immobilie in der Antika Straße 55 im gleichen Viertel an die Moslems mit griechischer Staatsangehörigkeit Ahmet und Emine Oglu Rusan Selahattin zu verkaufen.
In seinem Brief stellt er dar, dass der seitens des Anwalts Ihsan Kahya am 28. Juli 2003 ausgefertigte und von beiden Seiten unterschriebene Kaufvertrag der erwähnten Immobilie seither noch immer nicht von der für derartige Immobilienverkäufe zuständigen Kommission bestätigt worden ist. In einer nicht akzeptierbaren Art und Weise beschuldigt er den Vorsitzenden der ausgeweiteten Provinz von Xanthi-Kavala-Drama Kostas Tatsis. Weiter beschwert er sich darüber, dass es extreme Nationalisten gibt, die derart dumme Dinge tun, wie das Verbot, dass der albanisch-stämmige Schüler Tsenai am nationalen Feiertag am 28. Oktober 2003 nicht die griechische Fahne tragen durfte. Der obengenannte Christ geht sogar soweit, dass er damit droht, aufgrund der extrem nationalistischen Haltung der Hirnlosen, die er als dumm bezeichnet, sich bei der Menschenrechtskommission zu beschweren.
Auf der anderen Seite steht in dem Vorschlag zur Fragestellung, die der Abgeordnete von Rodop, Galip Galip bezüglich dieser Sache an den Landwirtschaftsminister gerichtet hat:
„Sehr geehrter Minister,
Es herrscht noch immer Diskriminierung in den einfachsten Fragen. Und so bestätigt es dies auch der Brief des in Xanthi lebenden Konstantinos Papadopoulos, der sich zum Verkauf seiner Immobilie unglücklicherweise einen Moslem mit griechischer Staatsbürgerschaft als Käufer ausgesucht hat.
Wie bekannt ist, muss der An- und Verkauf von Immobilien im Grenzgebiet von einer aufgrund des §26 des Gesetzes 1892/90 errichteten Kommission bestätigt werden.
Für die Bestätigung des genannten Verkaufes wurde bereits vor mehr als drei Monaten ein Antrag an diese Kommission gestellt, der aber bis heute noch nicht bearbeitet wurde. Der Grund? Weil der Käufer ein Moslem ist. Denn auch die Verkäufer Seite sagt das gleiche. Aufgrund der Kenntnis der Bearbeitungszeit für diese Art von Bestätigung ist eine Dauer von maximal 10 Tagen ausreichend. Denn die im Rahmen des erwähnten Gesetzes gegründete Kommission tagt wöchentlich.
Es sieht so aus, als würden die Probleme, die durch diese Verspätung entstanden sind, außer Acht gelassen. Denn der Verkäufer könnte das Geld aus dem Verkauf seiner Immobilie sehr dringend benötigen oder der Käufer könnte die Wohnung sehr dringend benötigen.
Aus diesem Grund stellt sich hier die Frage, die dringend beantwortet werden muss: Wenn in der Region nicht einmal derartig einfache Probleme gelöst werden können, wie können dann die wirklich wichtigen Probleme, mit denen die Minderheit zu kämpfen hat, gelöst werden? Nach meiner Überzeugung niemals in keiner Weise. Denn, wie man unschwer erkennen kann, gibt es in unserer Region Menschen, die immer noch mit der Mentalität von vor über 20 Jahren denken und handeln.
Aus diesem Ganzen ergibt sich für den geehrten Minister die Frage:
Welche Unternehmungen gedenken Sie vorzunehmen, um eine Lösung des erwähnten Problems in Xanthi und weiterer ähnlicher Probleme sicherzustellen? Denn uns wurden aus der Region Xanthi weitere ähnliche Probleme übermittelt.“