ABTTF-Präsident: „Während sich die repräsentative Demokratie in unserem Land, Griechenland in einer schweren Legitimationskrise, befindet, wie diese jüngste Meinungsumfrage deutlich zeigt, versuchen unsere Regierenden weiterhin, der ganzen Welt Lektionen in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu erteilen.“
Eine im Auftrag des Thinktanks „Progressive Lab“ durchgeführte Meinungsumfrage unter 5.043 Wählern, die zwischen dem 25. November und dem 16. Dezember 2025 durchgeführt wurde, offenbart ein tiefes Misstrauen gegenüber den demokratischen Institutionen sowie die Repräsentationskrise in Griechenland.
Laut der Umfrage misstrauen 60,5% der griechischen Bevölkerung der Regierung, 64,5% dem nationalen Parlament, 69% der Justiz, 80% den politischen Parteien und 90,3%tden Medien. 76% sind mit der Funktionsweise der Demokratie im Land unzufrieden. Im Vergleich zu Frankreich, Rumänien, Schweden und Großbritannien zeichnet Griechenland das pessimistischste Bild, insbesondere hinsichtlich des institutionellen Vertrauens, der Zukunftserwartungen und der Lebensbedingungen der jüngeren Generationen.
Auf der anderen Seite traf der Außenminister Griechenlands, Giorgos Gerapetritis am Rande der 61. ordentlichen Sitzung des Menschenrechtsrats Vereinten Nationen (UN) in Genf, Schweiz, mit dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk zusammen und betonte den Schutz der Grundrechte und -freiheiten weltweit sowie die Achtung des Völkerrechts.
„Während sich die repräsentative Demokratie in unserem Land, Griechenland in einer schweren Legitimationskrise, befindet, wie diese jüngste Meinungsumfrage deutlich zeigt, versuchen unsere Regierenden weiterhin, der ganzen Welt Lektionen in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu erteilen. Der Außenminister Gerapetritis spricht von der Bedeutung von Grundrechten und -freiheiten sowie der Achtung des Völkerrechts, doch unser Land, das eines der ältesten Mitglieder der Europäischen Union ist und sich stets damit rühmt, die Wiege der Demokratie zu sein, erkennt die Existenz unserer Volksgruppe nicht an und leugnet ihre ethnisch türkische Identität. Unser Land, das seit 18 Jahren die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte bezüglich der Vereine unserer Volksgruppe immer noch nicht vollstreckt hat und alles Mögliche unternimmt, diese nicht zu vollstrecken, missachtet Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit“, sagte Halit Habip Oğlu, Präsident der Föderation der West-Thrakien Türken in Europa (ABTTF).
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