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Batı Trakya

Was soll durch den Nationalen Aktionsplan für Demografie in der Region West-Thrakien erreicht werden?

18.02.2026

ABTTF-Präsident: „Ohne konkrete Wirtschaftsinvestitionen, die parallel zur Umsiedlung Arbeitsplätze schaffen, ist die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region nicht möglich. Die Regierung hatte zuvor den parteiübergreifenden Ausschuss für die Entwicklung Thrakiens eingesetzt, die ihren Abschlussbericht im November 2021 verabschiedet hatte. Bislang wurden jedoch keine konkreten Initiativen zur wirtschaftlichen Entwicklung West-Thrakiens ergriffen.“

Laut einem Bericht auf der Nachrichtenseite Makedonikanea.gr rief der Ministerpräsident Griechenlands, Kyriakos Mitsotakis nach seinen offiziellen Besuchen in Ankara und Belgien eine umfassende wirtschaftliche Entwicklungsstrategie mit besonderem Fokus auf die Regionen Makedonien und Thrakien ins Leben.

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Demografie weitet die Regierung das Umsiedlungsprogramm auf die Präfekturen Kastoria, Kilkis, Serres, Florina, Pella, Drama, Kozani und Grevena aus, um dem demografischen Rückgang entgegenzuwirken. Die griechischen Staatsbürger*innen, die sich dauerhaft in diesen Präfekturen niederlassen, erhalten eine finanzielle Unterstützung von 10.000 €, wobei die erste Rate vor dem Umzug ausgezahlt wird. Das Programm gilt auch für die im Ausland lebenden griechischen Staatsbürger*innen, mobile Mitarbeiter*innen und Rentner*innen. Um diese finanzielle Unterstützung zu erhalten, muss ein Nachweis über einen dauerhaften Wohnsitz in den letzten fünf Jahren in den anderen Orten erbracht werden.

Die Regierung hatte zuvor ein ähnliches finanzielles Anreizprogramm für die griechischen Staatsbürger*innen ins Leben gerufen, die sich dauerhaft in den Gemeinden Soufli, Orestiada und Didymoteicho in der Präfektur Evros niederlassen, und auch eine finanzielle Unterstützung von 10.000 € angeboten.

„Vielleicht kann das von der Regierung ins Leben gerufene Finanzhilfeprogramm kann den demografischen Rückgang in der Region Ostmakedonien und Thrakien teilweise verhindern. Ohne konkrete Wirtschaftsinvestitionen, die parallel zur Umsiedlung Arbeitsplätze schaffen, ist die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region jedoch nicht möglich. Die Regierung hatte zuvor den parteiübergreifenden Ausschuss für die Entwicklung Thrakiens eingesetzt, die ihren Abschlussbericht im November 2021 verabschiedet hatte. Bislang wurden jedoch keine konkreten Initiativen zur wirtschaftlichen Entwicklung West-Thrakiens ergriffen. Aufgrund der begrenzten Beschäftigungsmöglichkeiten in West-Thrakien sind jedes Jahr Tausende Menschen aus unserer Region gezwungen, auf der Suche nach einer besseren Zukunft auszuwandern. Anstatt sich daher allein auf das Bevölkerungswachstum in der Region zu konzentrieren, muss die Regierung einen umfassenden wirtschaftlichen Entwicklungsplan umsetzen, der allen Einwohnern und Einwohnerinnen unserer Region zugutekommt. Andernfalls drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob die Regierung hinter ihren Bemühungen, die dauerhafte Ansiedlung von Menschen aus anderen Teilen des Landes und dem Ausland in unserer Region zu fördern, nicht andere Absichten verfolgt“, sagte Halit Habip Oğlu, Präsident der Föderation der West-Thrakien Türken in Europa (ABTTF).

*Foto: www.anadoluimages.com

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