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Batı Trakya

Möglicher Dialogprozess zwischen der Türkei und Griechenland

29.07.2020

Halit Habip Oğlu: “Wir hoffen, dass auch die Themen im Zusammenhang mit der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien im Rahmen der Gespräche zwischen unserem Land Griechenland und unserem Mutterland Türkei auch angegangen werden.” 

Nach der Erklärung von İbrahim Kalın, Sprecher des Staatspräsidenten der Türkei, des Mutterlands der West-Thrakien Türken, im Nachrichtensender CNN Türk, dass die Türkei bereit ist, mit Griechenland am Tisch zu sitzen und ohne Bedingung Gespräche zu allen Fragen zu führen, gaben auch die Regierungsvertreter und Oppositionsparteien unseres Lands Griechenland Erklärungen zu einem möglichen Dialogprozess ab.

Der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas sagte, dass Athen wünscht, dass die Kommunikationskanäle offenbleiben, um die maritimen Zuständigkeiten zwischen den beiden Ländern festzulegen, und dass diese Gespräche in Form von zuvor unterbrochenen Sondierungsgesprächen stattfinden können.

Der griechische Außenminister Nikos Dendias äußerte, Griechenland sei bereit für einen Dialog mit der Türkei ohne Druck oder Bedrohung und sagte: “Unser einziges Problem mit der Türkei ist die Bestimmung des Festlandsockels und der maritimen Zuständigkeiten.”

Die Oppositionsparteien SYRIZA und KINAL in Griechenland forderten ebenfalls, dass ein möglicher Dialogprozess zwischen der Türkei und Griechenland auf die Bestimmung des Festlandsockels beschränkt werden soll. 

Andererseits hatte der Sprecher des Sprecher des Staatspräsidenten der Türkei İbrahim Kalın Anfang Juli in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı erklärt, dass es eine in West-Thrakien lebende türkisch-muslimische Minderheit gibt, dass sie Probleme haben und es andere Themen gibt, und dass es immer möglich ist, Fortschritte zu erzielen, indem die beiden Länder durch Verhandlungen über all dies gemeinsam sprechen.

“Die jüngsten Aussagen zur Einleitung eines Dialogprozesses zwischen unserem Land Griechenland und unserem Mutterland Türkei sind sehr erfreulich. Während unser Mutterland verlangt, dass alle Fragen zwischen beiden Ländern erörtert werden, fordert unser Land, dass die Gespräche auf die Bestimmung des Festlandsockels beschränkt werden sollen. Die türkische Gemeinschaft in West-Thrakien, deren Status und Rechte durch den Friedensvertrag von Lausanne festgelegt wurden, ist jedoch eine bilaterale Angelegenheit, die unser Mutterland und unser Land unmittelbar betrifft. Es gibt bilaterale Verträge über die Rechte der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien. Es ist nicht verständlich, dass unser Land den Dialogprozess auf ein Thema beschränken möchte, obwohl diese Realität vorhanden ist. Wie die Vertreter unseres Mutterlandes ebenfalls zum Ausdruck gebracht haben, hoffen wir, dass auch die Themen im Zusammenhang mit der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien in den Gesprächen berücksichtigt und besprochen werden, und erwarten, dass unser Land Griechenland die notwendigen Schritte zur Lösung der Probleme und zur Verbesserung der Situation der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien unternimmt”, sagte Halit Habip Oğlu, Präsident der Föderation der West-Thrakien Türken in Europa (ABTTF).

*Foto: www.ntv.com.tr

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