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Batı Trakya

Muslimischen Schülerinnen und Schülern, die der türkischen Volksgruppe in West-Thrakien angehören, wurde das orthodox-christliche Ritual aufgezwungen

10.02.2026

ABTTF-Präsident: „Wir verurteilen aufs Schärfste diese Veranstaltung, die einen eklatanten Angriff auf die religiösen und kulturellen Werte unserer Volksgruppe darstellt und darauf abzielt, unsere Schülerinnen und Schüler zu assimilieren, indem sie ihnen ihre eigene Identität geraubt wird, und fordern die zuständigen Behörden auf, die Religions- und Gewissensfreiheit unserer Schülerinnen und Schüler uneingeschränkt zu respektieren und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit sich solche und ähnliche Veranstaltungen in Zukunft nicht wiederholen.“ 

In der öffentlichen Sekundarschule im Dorf Sminthi (Dolaphan), das zur Gemeinde Myki (Mustafçova) in der Region West-Thrakien, Griechenland gehört, die ausschließlich von muslimisch-türkischen Schülerinnen und Schülern besucht wird, fand die religiöse Veranstaltung „Kalanta“ statt, ein Brauch des orthodoxen Christentums.

Im Rahmen der Veranstaltung sangen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer Lehrerin und mit musikalischer Begleitung die „Kalanta“-Lieder. Das religiöse und kulturelle Ritual „Kalanta“, das einen hohen Stellenwert im orthodoxen Christentum hat, wird zu Weihnachten, Neujahr und Epiphanias (Fota/Theophanie) gefeiert.

„Die Durchführung eines religiösen Rituals des orthodoxen Christentums an einer öffentlichen Sekundarschule, an der es keine christlichen Schülerinnen und Schüler gibt und deren Schülerinnen und Schüler ausschließlich der türkischen Volksgruppe in West-Thrakien angehören, ist absolut inakzeptabel. Es ist offenkundig, dass diese Veranstaltung, die die kulturelle und religiöse Identität unserer Schüler völlig missachtete, nicht mit gutem Willen durchgeführt wurde. Wir verurteilen aufs Schärfste diese Veranstaltung, die einen eklatanten Angriff auf die religiösen und kulturellen Werte unserer Volksgruppe darstellt und darauf abzielt, unsere Schülerinnen und Schüler zu assimilieren, indem sie ihnen ihre eigene Identität geraubt wird, und fordern die zuständigen Behörden auf, die Religions- und Gewissensfreiheit unserer Schülerinnen und Schüler uneingeschränkt zu respektieren und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit sich solche und ähnliche Veranstaltungen in Zukunft nicht wiederholen“, sagte Halit Habip Oğlu, Präsident der Föderation der West-Thrakien Türken in Europa (ABTTF).

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