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Batı Trakya

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Griechenland wegen Folter

24.01.2012
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) sprach Griechenland schuldig, den ille-gal über Kreta nach Griechenland eingereisten Necati Zontul während seiner Haft gefoltert zu haben. Das Gericht verurteilte Griechenland zu 50.000 Euro Schmerzensgeld für Necati Zontul und zur Übernahme der Gerichtskosten von 3.500 Euro.

Nach einer Nachricht von „Anadolu Ajansi“ wurde Necati Zontul, der mit 164 weiteren illegalen Einwanderern mit dem Schiff von Istanbul auf die Insel Kreta kam, im Hafen von Chania verhaftet und wurde gezwungen, sich vor den griechischen Beamten auszuziehen und wurde von ihnen mit Schlagstöcken missbraucht.

Auch die Forderung nach einer forensischen Untersuchung lehnte man ab, sagte Zontul und berich-tete weiter, dass nach dem sie mit ihnen Russisches Roulette gespielt und sie mit chemischen Mitteln versetztes Wasser bespritzt haben, sind er und weitere 16 Häftlinge in Hungerstreik getreten.

Nach dem Bekanntwerden des Ereignisses wurden fünf Mitglieder der griechischen Küstenwache während den Untersuchungen vom Gericht angeklagt. Drei der Angeklagten wurden freigesprochen und die beiden anderen sind zu geringen Geldstrafen verurteilt worden.

Necati Zontul, der 2004 in die Türkei zurückgekehrt und danach nach England ausgewandert ist, hat durch seine Klage beim Europäischen Gerichtshof die Verurteilung Griechenlands durchgesetzt.