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Gemeinsame Konferenz der ABTTF und EFA zum Thema Bildung im Europäischen Parlament - 20.03.2019

Die Föderation der West-Thrakien Türken in Europa (ABTTF) organisierte am 20. März 2019 gemeinsam mit der europäischen politischen Partei Europäische Freie Allianz (FRA) eine Konferenz im Europäischen Parlament (EP) in Brüssel. Der Gastgeber der Konferenz mit dem Titel “Grundlegende Probleme im Bildungsbereich, denen die Minderheiten in Europa gegenüberstehen: Vergleich der Beispiele von West-Thrakien Türken und der deutschen Minderheit in Dänemark” war der Europaabgeordnete Josep-Maria Terricabras, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen/EFA und Vorsitzender der EP-Intergruppe für Traditionale Minderheiten, Nationale Gemeinschaften und Sprachen.

Als Vertreter der ABTTF nahmen der ABTTF-Präsident Habip Oğlu, die ABTTF-Vizepräsidenten Sami Yusuf und Vedat Arap, der ABTTF-Hauptgeschäftsstellenleiter K. Engin Soyyılmaz und der Koordinator des ABTTF-Brüsseler Büros Aykut Garipoğlu an der Konferenz teil.

Best Practices bezüglich der Minderheitenbildungssysteme in Europa wurden verglichen und Hauptprobleme der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien im Bildungsbereich zum Ausdruck gebracht

Die Konferenz, die großes Interesse weckte und gut besucht war, begann mit den Eröffnungsreden des Europaabgeordneten Josep-Maria Terricabras und des ABTTF-Präsidenten Halit Habip Oğlu. Auf der Konferenz hielten Dr. Pervin Hayrullah, Generaldirektorin der Kultur- und Bildungsgesellschaft der Minderheit von West-Thrakien (BAKEŞ-PEKEM), Käthe Freiberg-Nissen, Pädagogisch-Administrative Konsulentin beim Deutschen Schul- und Sprachverein (DSSV) für Nordschleswig aus Dänemark, Anke Tästensen, DSVV-Geschäftsführerin, Dr. Alex Riemersma, Leiter des Fachbereichs für Friesisch und Mehrsprachigkeit in der Bildung der NHL Stenden-Universität aus den Niederlanden, und Günther Dauwen, EFA-Direktor, eine Rede.

In seiner Eröffnungsrede unterstrich der Europaabgeordnete Josep-Maria Terricabras die Bedeutung der mehrsprachigen Bildung für Minderheiten. Anschließend sprach der ABTTF-Präsident Halit Habip Oğlu, und dankte dem Gastgeber der Konferenz Terricabras sowie den RednerInnen. Habip Oğlu betonte, dass die der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien mit dem Lausanner Vertrag von 1923 gewährte Bildungsautonomie im Laufe der Jahre beginnend mit der Übernahme der Macht 1967 durch die Militärjunta in Griechenland durch verschiedene Vorschriften und Gesetze untergraben und abgeschwächt wurde. Habip Oğlu sagte, dass sie als türkische Gemeinschaft in West-Thrakien die Wiederherstellung ihrer durch die Verträge unter Garantie gestellte Bildungs- und religiöse Autonomie fordern.

Nach den Eröffnungsreden hielt zunächst die BAKEŞ-PEKEM Generaldirektorin Dr. Pervin einen Vortrag. Hayrullah informierte die TeilnehmerInnen über die Hauptprobleme, mit denen die türkische Gemeinschaft in West-Thrakien in Griechenland in allen Bildungsbereichen konfrontiert ist, und erklärte, dass die Bildungsqualität in den zweisprachigen türkischen Minderheitenschulen in der Region West-Thrakien verringert und manche dieser Schulen vom griechischen Staat geschlossen wurden. Hayrullah wies darauf hin, dass die türkische Gemeinschaft in West-Thrakien aufgrund der obligatorischen Vorschulbildung in Griechenland die Eröffnung zweisprachiger Minderheitenkindergärten fordert, aber diese Forderung seit Jahren von Griechenland ignoriert wird. Zum Schluss ihrer Rede führte Hayrullah aus, dass sie bei der vom 28. Februar-2. März 2019 stattgefundenen internationalen Konferenz in Komotini, an der der Sonderberichterstatter für Minderheitenfragen der Vereinten Nationen (UN) Prof. Fernand de Varennes sowie Akademiker und Experten aus verschiedenen europäischen Ländern einschließlich der Türkei und Griechenland teilgenommen haben, forderten Griechenland auf, die Probleme der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien im Bildungsbereich zu lösen, und diese Forderung diesmal unter dem Dach des Europäischen Parlaments noch einmal wiederholen.

Anschließend hielten Käthe Freiberg-Nissen, Pädagogisch-Administrative Konsulentin beim Deutschen Schul- und Sprachverein (DSSV) für Nordschleswig aus Dänemark, und Anke Tästensen, DSVV-Geschäftsführerin, Vorträge über das Minderheitenbildungssystem in der deutsch-dänischen Grenzregion als ein Best-Practice-Model in Europa. Dr. Alex Riemersma, Leiter des Fachbereichs für Friesisch und Mehrsprachigkeit in der Bildung der NHL Stenden-Universität aus den Niederlanden sprach über die gemeinsamen Probleme im Bildungsbereich, vor denen die Minderheiten in Europa stehen.

Zum Schluss der Konferenz präsentierte der EFA-Direktor Günther Dauwen, der die Konferenz moderierte, den Teilnehmern die Empfehlungen zur Lösung der Probleme der türkischen Gemeinschaft in West-Thrakien im Bildungsbereich als Ergebnis der Konferenz, die Griechenland und der Europäischen Kommission vorgelegt werden.
 


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